Stutz Black Hawk

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Auch bei Rennen erfolgreich!

Sein Potential durfte der Black Hawk auch gleich beim Atlantic City 150-Meilen-Rennen unter Beweis stellen. Es sollte ein Debut ohne gleichen werden, denn die drei teilnehmenden Stutz Black Hawk Speedster belegten allesamt die ersten Plätze. Den Sieg trug Tom Rooney, der schon im Jahr zuvor dieses Rennen in einem Stutz Roadster gewonnen hatte, in seinem Black Hawk davon. Auch in den nächsten Jahren riß die Erfolgssträhne dieses phänomenalen Speedster nicht ab.

Moskovics war völlig klar, dass sich Siege auf der Rennbahn für die Vermarktung der Stutz-Modelle auszahlen würden. Deshalb entwarf er für 1928 sogar ein detalliertes Rennprogramm, das bald von Erfolg gekrönt war. Nach einem aufregenden Sieg in Daytona wurde der Black Hawk zu Amerikas schnellstem Serienwagen gekürt. Auf der Bahn in Indianapolis verlor ein Black Hawk wegen Ventilproblemen zwar das offizielle Rennen gegen einen Hispano Suiza. Nach dem Rennen forderte jedoch ein zweiter Black Hawk den Hispano mit acht Liter Hubraum zu einem Wettstreit heraus und gewann mit seinem 4,9 Liter-Motor ganz überlegen. Auch in Europa machte der Black Hawk Furore. Der Karossiers Charles Weymann, der übrigens neben anderen auch Karosserien für Stutz baute, war so beeindruckt von dem Speedster, dass er einen mit nach Europa nahm. Dort startete er mit Robert Bloch und Edouard Brisson hinter dem Steuer in Le Mans zum 24-Stundenrennen. Dem Publikum wurde damit eins der damals heißesten Rennen präsentiert. Die Giganten Bentley und Stutz fochten ein unglaublich spannendes Rennen aus, das Bentley eigentlich nur auf Grund seines Vierganggetriebes gewann. Für viele Stunden führte der Black Hawk Speedster das Rennen sogar an. Nach 20 Stunden machte ihm aber leider sein Dreiganggetriebe einen Strich durch die Rechnung. Als Folge einer Überlastung musste beim Stutz der hohe Gang manuell festgehalten werden und handicappede so den Fahrer, der nun nicht mehr beide Hände am Lenkrad hatte. Das war die Chance für den Bentley, der den Stutz so auf den zweiten Platz verwies.

In Amerika musste sich vor allem Kontrahent Auburn gewaltig vor dem Black Hawk in acht nehmen, da er ihm das Leben auf den Rennstrecken arg schwer machte. Obwohl Errett Lobban Cord so namhafte Konstrukteure wie Miller und Duesenberg mit der Entwicklung des Auburn Boattail Speedster beauftragt hatte, setzte die Konstruktion des Stutz Black Hawk Speedster wirklich sehr hohe Maßstäbe.