Schacht Highwheeler

Highwheeler waren motorisierte Kutschen

Alternative Kraftübertragung

Der Schacht Highwheeker besaß ein Holzchassis

Das Chassis des Schacht war komplett aus Holz

Kräftige Eschenholzstangen bildeten die Rahmenlängsträger des Fahrgestells und sorgten dafür, dass  Zugkräfte der Karosserie keinen Schaden zufügten. Interessant gestaltete sich bei diesem High Wheeler auch die Verbindung des Oberwagens mit dem Fahrwerk.  72″ lange, auf den Seiten angeordnete Concord-Blattfederpakete, die die Starrachsen abfederten, dienten auch als Lagerung der Karosse.
Für ihre Zeit und ihren Anspruch hatte die Firma neben den schon genannten Vorzügen noch weitere Bonmots zu bieten. So hatte Schacht seinen „Unschlagbaren“ mit

Die Lenkung des Highwheelers

Die Lenkung

Achsschenkellenkung und einem komfortablen Schnecken-Segment Lenkgetriebe ausgestattet. Innenbackenbremsen gehörten seinerzeit sicher nicht zur Ausstattung jeden Automobils, schon gar nicht bei ausgesprochen preiswerten Modellen, da mussten sich andere mit Band-oder gar Klotzbremsen begnügen. Das Bremspedal ließ sich bei unserem High Wheeler übrigens feststellen, wie auch das Kupplungspedal des Reibradgetriebes. Dem 19 inch messenden Schwungrad war eine Scheibe gleichen Ausmaßes aus legiertem Metall vorgesetzt. Wird die Kupplung betätigt, drückt ein an der Schwungscheibe befestigter Federmechanismus über Stifte die legierte

Das Reibradgedriebe ließ sich stufenlos schalten

Das Reibradgedriebe ließ sich stufenlos schalten

Scheibe von der mit ihr verbundenen Schwungscheibe weg und damit gegen das im rechten Winkel zu diesen Scheiben angeordnete Reibrad.
Das Reibrad belegt mit mehreren Schichten Aluminium und Hadernpapier arbeitet auf der Trommel der Vorgelegewelle, die auch das Differential mit seinen Stirnrädern enthält. Über einen Hebel rechts neben sich kann der Fahrer die gewünschte Gangart wählen und damit das Reibrad auf seiner Welle verschieben. Trifft das Reibrad auf das Zentrum der legierten Scheibe, so nimmt die Geschwindigkeit ab, da die Abrollfläche am Größten ist. Je weiter sich das Reibrad vom Zentrum befindet, desto schneller dreht es und damit auch die außerhalb der Karosserie auf den Vorgelegewellenzapfen sitzenden Antriebsritzel. Wählt der Fahrer den Rückwärtsgang, so drückt er das Reibrad über den Mittelpunkt der Scheibe hinaus. Der Rückwärtsgang fungierte übrigens auch als Notbremse.
Diese Getriebeart wird als die weichste Form zu schalten gelobt. Es gäbe kein Ruckeln, Knarren oder Schleifen, womit sich andere Autobesitzer herumzuplagen hatten. Dafür wird aber die Haltbarkeit des Reibradbelags und die Haftbarkeit bei großer Feuchtigkeit ein kleines Problem gewesen sein.