Peugeot Darl’Mat

Peugeot Darl`Mat

Extravagantes Design und sportliche Leistung

Dieses Grunddesign hatte der Zahnarzt mit dem genialen Gespür für Formen, Georges Paulin in einer Weise optimiert, die den Peugeot Darl´Mat nicht nur zu einem bewunderten Blickfang, sondern obendrein noch etwas windschnittiger machte. Der leichte Aluminiumaufbau des Roadsters wurde bei Karossier Marcel Pourtout in der Nähe von Versailles gefertigt und die Karosserie als „spécial sport“ bezeichnet. Der Roadster besaß zwar wie der 402 und 302 einen Wasserfall-Kühlergrill, versteckte allerdings nicht mehr dahinter engstehende Scheinwerfer. Schließlich durfte bei Rennen die Kühlung in keinster Weise gestört werden. Dafür fanden sich die Scheinwerfer nun organisch eingebettet zwischen den Rundungen der Motorhaube und der gefalzten Kotflügel. Auch die fließende und langgestreckte Linienführung des wespenähnlichen Hecks hatte nur noch sehr entfernt Ähnlichkeit mit der Ausgangsbasis. Wie es sich für einen eleganten Sportwagen gehört, wies der Darl´Mat tief ausgeschnittene Türen auf. Auch im Cockpit hatte man mit relativ geringen Mitteln ein  Optimum erreicht, das in dieser Form sicherlich seinesgleichen sucht.
Ein Armaturenbrett in bläulich schimmerndem geschliffenen Aluminium trug sehr groß dimensionierte und sehr außergewöhnliche Instrumente von Jaeger, denn die Zifferblätter waren in demselben Blauton der französischen Rennfarbe gehalten wie die Lackierung des Darl´Mat. Komplettiert wurde dieser futuristische Touch, der im Grunde schon über Art Deko hinausführte, von genieteten und verzierten Metallbuttons entlang der Motorhaube und Metallapplikationen an den auslaufenden Enden der Kotflügel. Dieses interessant gestaltete Fahrzeug hätte sicher auf jedem Concours bestanden, richtig wohlfühlen sollten sich die Darl´Mats allerdings auf der Rennbahn, vor allem in Montlhéry und Le Mans. Leider blieb ihnen nicht sehr viel Gelegenheit, um sich wirklich ausgiebig zu bewähren, denn die Zeichen der Zeit standen ausgesprochen schlecht.
 Die Bedrohung durch die Nazis stellte die Menschen vor ganz andere Probleme und an sportliche Aktivitäten dachte kaum mehr jemand. Auch Darl´Mats neustes Projekt, die Entwicklung eines Roadsters, der über 200 Stundenkilometer Spitzengeschwindigkeit leisten sollte, wurde abgebrochen. Aber schon 1947 meldete sich Darl´Mat mit einem faszinierenden kleinen Coupé auf Peugeot 202 Basis mit profiliertem Aluminiumchassis wieder in der Sportwelt zurück.